Deftiges Rindergulasch mit Karotten: Nie wieder zäh, unwiderstehlich zart
Wer kennt es nicht? Die Vorfreude auf ein zartschmelzendes Gulasch, das langsam vor sich hin köchelt und dann doch enttäuscht, weil das Fleisch zäh wie Schuhsohle ist. Schluss damit!
Als erfahrener Food-Content-Stratege habe ich unzählige Gulasch-Geheimnisse gelüftet und präsentiere Ihnen heute das Rezept für ein unwiderstehlich zartes, deftiges Rindergulasch mit Karotten, das garantiert alle Erwartungen übertrifft.
Vertrauen Sie mir, dieses Rezept wird Ihr Go-to für herzhaften Genuss und beeindruckt selbst anspruchsvollste Gaumen.
Die Magie im Topf: Warum dieses Gulasch so besonders wird
Dieses Gulasch ist weit mehr als nur Fleisch und Soße; es ist ein kulinarisches Erlebnis, das auf sorgfältig ausgewählten Techniken und Zutaten basiert.
Jede Zutat spielt eine Rolle, jede Geste in der Küche trägt zur Perfektion bei. Entdecken Sie die Geheimnisse, die es so einzigartig machen.
Das Versprechen: Nie wieder zähes Fleisch!
Das wahre Geheimnis unseres Gulaschs liegt in der Methode des langsamen Schmorens und der präzisen Vorbereitung des Fleisches.

Wir verwandeln kollagenreiches Fleisch durch gezieltes Anbraten und stundenlanges Simmern in eine butterzarte Delikatesse. Dies ist keine Zauberei, sondern pure Kochkunst, die jeder erlernen kann.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist das Trockentupfen und scharfe Anbraten des Fleisches, das eine perfekte Kruste bildet und die Aromen einschließt.
Durch Geduld bei niedriger Temperatur wird das Bindegewebe im Fleisch langsam in zarte Gelatine umgewandelt. So garantieren wir Ihnen jedes Mal ein gabelzartes Ergebnis, das förmlich auf der Zunge zergeht.
Die Rolle der Karotten: Süße und Tiefe für Ihr Gericht
Karotten sind in diesem deftigen Rindergulasch nicht nur eine Füllzutat, sondern eine essentielle Geschmackskomponente.
Sie bringen eine natürliche Süße mit, die die herzhaften und umami-reichen Noten des Gulaschs wunderbar ausbalanciert. Ihre erdigen Aromen ergänzen das Rindfleisch auf perfekte Weise.
Durch das lange Mitschmoren geben die Karotten ihren Geschmack vollständig an die Soße ab und tragen zu ihrer samtigen Textur bei.
Die groben Stücke behalten dabei einen angenehmen Biss, der für Abwechslung auf dem Teller sorgt. Sie sind der süße Gegenpol zum kräftigen Fleischaroma.
Umami-Booster Tomatenmark und Röststoffe: Der Geschmacks-Turbo
Der tiefgründige Geschmack dieses Gulaschs entsteht durch eine gezielte Nutzung von Umami-Boostern.
Das Anrösten des Tomatenmarks ist hierbei ein absolutes Muss, da es dessen Süße intensiviert und eine komplexe, würzige Tiefe entwickelt. Es ist der Motor für den vollmundigen Geschmack der Soße.
Die beim Anbraten des Fleisches und der Zwiebeln entstehenden Röststoffe am Topfboden sind pures Gold.
Durch das anschließende Ablöschen mit Flüssigkeit lösen sich diese sogenannten “Fond” und integrieren sich vollständig in die Soße, was einen unglaublichen Geschmacks-Turbo zündet. Das Deglacieren ist ein einfacher Schritt mit enormer Wirkung.
Die Basis schaffen: Was Sie für unwiderstehliches Gulasch benötigen
Gutes Gulasch beginnt mit guten Zutaten. Die Qualität jeder Komponente trägt maßgeblich zum Endresultat bei.
Achten Sie auf Frische und Herkunft, um das Beste aus Ihrem Gericht herauszuholen.
Kernzutaten für herzhaften Genuss
Für unser deftiges Rindergulasch ist die Wahl des Fleisches entscheidend für die Zartheit. Verwenden Sie 800 g Rindergulasch aus der Keule oder der Schulter, in ca. 3-4 cm große Würfel geschnitten.
Diese Teilstücke sind ideal, da sie reich an Bindegewebe sind, das beim langen Schmoren wunderbar zart wird.
Zwei große Karotten, geschält und in grobe Stücke geschnitten, liefern die Süße und tragen zur Textur bei.
Wählen Sie feste, leuchtend orangefarbene Karotten für besten Geschmack und Nährwert. Die grobe Schnittweise stellt sicher, dass sie auch nach langer Garzeit noch Struktur haben. Sie sind der süße Gegenpol zum kräftigen Fleischaroma.
Aromen, die den Unterschied machen
Eine große, fein gewürfelte Zwiebel bildet zusammen mit zwei fein gehackten Knoblauchzehen die aromatische Basis für die Soße.
Ihr sanftes Andünsten entfaltet eine süßlich-würzige Tiefe. Frisch gehackte Petersilie zum Garnieren sorgt für eine frische, grüne Note und einen Farbakzent.
Ein Lorbeerblatt, ein kleiner Zweig frischer Rosmarin und ein Teelöffel getrockneter Thymian sind die Herzstücke der Würzung.
Sie verleihen dem Gulasch sein klassisches, wärmendes Aroma. Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer runden den Geschmack ab und sollten großzügig eingesetzt werden.
Die flüssige Seele: Brühe und Wein-Ersatz
Fünfhundert Milliliter Rinderfond oder gute Gemüsebrühe bilden die flüssige Basis der Soße und tragen maßgeblich zur Geschmacksintensität bei.
Eine hochwertige Brühe sorgt für ein tiefes, umami-reiches Fundament. Achten Sie auf eine gute Qualität des Fonds, da er den Geschmack stark beeinflusst.
Hundertfünfzig Milliliter alkoholfreier Rotwein-Ersatz, wie dunkler Traubensaft oder alkoholfreier Rotwein, fügen dem Gulasch eine fruchtige Säure und Komplexität hinzu.
Dieser Schritt ist wichtig, um die Aromen abzurunden und dem Gericht Tiefe zu verleihen, ohne Alkohol zu verwenden. Der Traubensaft bringt eine natürliche Süße und Fruchtigkeit, die perfekt harmonieren.
Schritt für Schritt zur Gabelzartheit: Die Zubereitung meistern
Ein meisterhaftes Gulasch erfordert Aufmerksamkeit für Details und Geduld. Jeder Schritt ist darauf ausgelegt, maximale Geschmacksentwicklung und unvergleichliche Zartheit zu gewährleisten.
Folgen Sie diesen Anweisungen genau, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.
Perfektes Anbraten für intensive Geschmacksentfaltung
Tupfen Sie das Rindfleisch gründlich mit Küchenpapier trocken. Dieser Schritt ist absolut entscheidend, damit das Fleisch beim Anbraten eine schöne, tiefbraune Kruste entwickeln kann und nicht nur im eigenen Saft kocht.
Eine trockene Oberfläche ermöglicht die Maillard-Reaktion, die für intensive Röstaromen sorgt.
Salzen und pfeffern Sie das Fleisch großzügig von allen Seiten. Erhitzen Sie einen Esslöffel Pflanzenöl in einem schweren Schmortopf oder Bräter bei hoher Hitze, bis es leicht raucht.
Braten Sie das Fleisch portionsweise scharf an, bis es von allen Seiten tiefbraun ist.
Überladen Sie den Topf dabei nicht, denn sonst kühlt er zu stark ab und das Fleisch brät nicht richtig an, sondern beginnt zu kochen.
Nehmen Sie die angebratenen Fleischstücke heraus und stellen Sie sie beiseite. Dieser Schritt baut eine enorme Geschmackstiefe auf und hilft, die Fleischfasern zu versiegeln.
Aromatische Basis: Zwiebeln und Knoblauch andünsten
Geben Sie den restlichen Esslöffel Öl in denselben Topf und reduzieren Sie die Hitze auf mittlere Stufe. Fügen Sie die gewürfelte Zwiebel hinzu und dünsten Sie sie etwa 3-5 Minuten lang an, bis sie weich und leicht golden ist.
Achten Sie darauf, dass die Zwiebeln nicht braun werden, sondern nur glasig-süßlich.
Geben Sie dann den fein gehackten Knoblauch hinzu und braten Sie alles weitere 2-3 Minuten mit. Seien Sie vorsichtig, damit der Knoblauch nicht verbrennt, da er sonst bitter schmecken kann.
Umami-Booster: Tomatenmark richtig anrösten
Rühren Sie das Tomatenmark ein und rösten Sie es eine Minute lang mit an, bis es seinen Duft entfaltet und eine leicht dunklere Farbe annimmt.
Dieser Schritt ist sehr wichtig, da das Anrösten die Süße und den Umami-Geschmack des Tomatenmarks intensiviert.
Es verstärkt den Umami-Geschmack der Soße enorm und ist ein Schlüssel zu einem reichhaltigen Aroma. Das Tomatenmark sollte kurz am Topfboden “kleben” dürfen, bevor es abgelöscht wird.
Tiefe Aromen entfesseln: Mit Wein-Ersatz ablöschen
Löschen Sie das Ganze mit dem alkoholfreien Rotwein-Ersatz ab und kratzen Sie mit einem Holzlöffel alle Bratrückstände vom Topfboden.
Diese wertvollen “Röststoffe”, auch Fond genannt, sind pures Aroma und dürfen keinesfalls verloren gehen.
Lassen Sie die Flüssigkeit etwa 2 Minuten köcheln, bis sie leicht reduziert ist. Dieser Schritt konzentriert die Aromen und bildet eine hervorragende Grundlage für die Soße.
Das Schmorbad vorbereiten: Fleisch und Flüssigkeit vereinen
Geben Sie das angebratene Fleisch zurück in den Topf zu den Zwiebeln und dem Knoblauch. Gießen Sie den Rinderfond oder die Gemüsebrühe hinzu, bis das Fleisch gerade so bedeckt ist.
Es ist wichtig, nicht zu viel Flüssigkeit hinzuzufügen, da sich der Geschmack sonst verwässert.
Fügen Sie das Lorbeerblatt, den Rosmarinzweig und den Thymian hinzu. Bringen Sie die Flüssigkeit einmal kurz zum Kochen, bevor Sie die Temperatur reduzieren.
Die Kräuter entfalten während des langen Schmorens ihre vollen Aromen.
Die Geduldsprobe: Langsames Schmoren für unvergleichliche Zartheit
Reduzieren Sie die Hitze auf die niedrigste Stufe, sodass die Flüssigkeit nur noch leicht simmert (ganz kleine Bläschen sollten aufsteigen).
Decken Sie den Topf mit einem Deckel ab und lassen Sie das Gulasch für etwa 1 Stunde und 30 Minuten schmoren.
Fügen Sie dann die groben Karottenstücke hinzu. Lassen Sie alles weitere 1 Stunde bis 1 Stunde 30 Minuten schmoren, oder bis das Fleisch “gabelzart” ist – es sollte ohne Widerstand zerfallen, wenn Sie es mit einer Gabel zerdrücken.
Prüfen Sie auch die Karotten auf die gewünschte Bissfestigkeit.
Wenn das Fleisch oder die Karotten noch nicht zart genug sind, lassen Sie es weiter schmoren und prüfen Sie alle 15-30 Minuten erneut.
Dies ist der entscheidende Schritt, um Bindegewebe in Gelatine umzuwandeln und das Fleisch unglaublich zart zu machen.
Finale Akzente: Soße abschmecken und perfektionieren
Nehmen Sie das Lorbeerblatt und den Rosmarinzweig heraus; sie haben ihren Zweck erfüllt.
Schmecken Sie die Soße mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer ab. Seien Sie hier mutig und probieren Sie, bis der Geschmack perfekt ausgewogen ist.
Sollte die Soße zu dünn sein, können Sie sie offen noch etwas einkochen lassen, um die Aromen zu konzentrieren.
Alternativ können Sie sie mit etwas in kaltem Wasser angerührter Speisestärke (1 EL Stärke mit 2-3 EL kaltem Wasser glatt rühren) andicken, die Sie langsam unter Rühren in die kochende Soße geben und kurz aufkochen lassen.
Die Krönung: Anrichten und Genießen
Servieren Sie das zarte Rindergulasch großzügig mit frischer gehackter Petersilie bestreut.
Die Petersilie bringt nicht nur eine schöne Farbe, sondern auch eine frische Geschmacksnote, die das reichhaltige Gulasch wunderbar ergänzt.
Es passt hervorragend zu klassischen Beilagen wie Salzkartoffeln, Kartoffelpüree, frischen Nudeln oder Spätzle.
Ein Stück knuspriges Baguette zum Auftunken der köstlichen Soße ist ebenfalls immer eine gute Idee.
Experten-Tipps für Ihr perfektes Rindergulasch
Als Ihr Food Content Stratege möchte ich Ihnen einige meiner besten Expertentipps mit auf den Weg geben, die Ihr deftiges Rindergulasch von gut zu außergewöhnlich machen werden.
Diese kleinen Details können einen großen Unterschied im Endresultat bewirken.
Die richtige Fleischwahl für maximale Zartheit
Die Auswahl des richtigen Fleisches ist das A und O für ein zartes Gulasch.
Greifen Sie zu Teilstücken wie der Rinderwade, der Schulter (Bug) oder der Oberschale (Keule). Diese Stücke enthalten viel Bindegewebe, das beim langen Schmoren in Gelatine umgewandelt wird.
Dies sorgt für die gewünschte Zartheit und eine samtige Soßenkonsistenz.
Sprechen Sie mit Ihrem Metzger des Vertrauens. Er kann Ihnen nicht nur die besten Stücke empfehlen, sondern sie auch passend für Gulasch schneiden.
Gute Qualität und eine angemessene Marmorierung sind entscheidend für den Geschmack.
So gelingt die perfekte Kruste beim Anbraten
Die goldbraune Kruste beim Anbraten ist keine reine Ästhetik, sondern der Beginn der Geschmacksentwicklung.
Achten Sie darauf, dass das Fleisch wirklich trocken ist, bevor es in den Topf kommt. Feuchtigkeit verhindert die Maillard-Reaktion und lässt das Fleisch kochen statt braten.
Verwenden Sie ausreichend Öl und lassen Sie es richtig heiß werden, bevor Sie das Fleisch portionsweise hinzugeben.
Überladen Sie den Topf niemals, um einen Temperaturabfall zu vermeiden. Braten Sie jede Portion geduldig an, bis sie eine tiefe, gleichmäßige Bräunung aufweist.
Geduld zahlt sich aus: Warum langsames Schmoren unverzichtbar ist
Langsames Schmoren bei niedriger Hitze ist das Geheimnis, um zähes Bindegewebe in zartschmelzende Gelatine zu verwandeln.
Dieser Prozess dauert seine Zeit, ist aber absolut unerlässlich für die Textur des Fleisches. Schnelles Kochen würde die Fasern nur verhärten.
Geben Sie dem Gulasch die Zeit, die es braucht. Es ist keine genaue Wissenschaft, sondern eher ein Gefühl für die Zartheit.
Prüfen Sie das Fleisch regelmäßig mit einer Gabel. “Gabelzart” bedeutet, es zerfällt mit geringstem Druck.
Aromen-Kick: Kräuter und Gewürze richtig einsetzen
Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Lorbeerblatt entfalten ihre Aromen am besten über eine längere Schmorzeit.
Frische Kräuterzweige sind oft intensiver als getrocknete. Fügen Sie sie zu Beginn des Schmorprozesses hinzu, damit sie ihren vollen Geschmack abgeben können.
Salz und Pfeffer sind die Basis jeder Würzung. Seien Sie nicht zu sparsam, schmecken Sie aber immer wieder ab, besonders am Ende.
Wenn Sie möchten, können Sie auch eine Prise Paprikapulver (edelsüß oder rosenscharf) für zusätzliche Wärme und Farbe hinzufügen, bevor Sie das Tomatenmark anrösten.
Die Soße bändigen: Konsistenz und Geschmack
Die Soße ist das Herzstück jedes Gulaschs.
Um eine perfekte Konsistenz zu erreichen, können Sie die Soße am Ende offen reduzieren lassen, falls sie zu dünn ist. Das konzentriert die Aromen und dickt sie natürlich an.
Für eine schnellere Lösung eignet sich eine Speisestärke-Slurry (Stärke in kaltem Wasser gelöst), die Sie langsam unter Rühren in die kochende Soße geben.
Beginnen Sie mit wenig und fügen Sie nach und nach mehr hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Eine Prise Zucker kann bei Bedarf die Säure balancieren und den Geschmack abrunden.
Problemlöser: Wenn Ihr Gulasch nicht wie gewünscht wird
Manchmal läuft in der Küche nicht alles nach Plan. Doch keine Sorge, die meisten Gulasch-Probleme lassen sich leicht beheben.
Hier sind Lösungen für die häufigsten Herausforderungen.
Mein Fleisch ist zäh – Was tun?
Das ist das häufigste Problem, aber zum Glück einfach zu lösen: Geben Sie Ihrem Gulasch einfach mehr Zeit.
Zähes Fleisch bedeutet, dass das Bindegewebe noch nicht vollständig in Gelatine umgewandelt wurde.
Reduzieren Sie die Hitze auf die niedrigste Stufe, stellen Sie sicher, dass ausreichend Flüssigkeit im Topf ist (gegebenenfalls etwas Brühe nachgießen) und lassen Sie es mit geschlossenem Deckel weiter schmoren.
Prüfen Sie alle 30-45 Minuten erneut, bis das Fleisch gabelzart ist. Geduld ist hier der Schlüssel.
Die Soße schmeckt fad – Wie kann ich den Geschmack verbessern?
Eine fade Soße braucht mehr Tiefe und Würze.
Schmecken Sie zunächst mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer ab. Manchmal fehlt einfach nur die richtige Menge an Grundwürzung.
Rösten Sie etwas zusätzliches Tomatenmark in einer separaten Pfanne an und rühren Sie es ein, um mehr Umami zu erzeugen.
Eine Prise Zucker kann helfen, die Aromen zu öffnen, und ein Schuss Essig (z.B. Apfelessig) oder ein paar Spritzer Worcestershire-Soße können die Komplexität erhöhen. Auch eine längere Reduktion der Soße konzentriert den Geschmack.
Die Karotten sind zu weich oder zu hart – Was ist schiefgelaufen?
Die Konsistenz der Karotten hängt stark vom Zeitpunkt des Hinzufügens ab.
Sind die Karotten zu weich und matschig, wurden sie wahrscheinlich zu früh hinzugefügt. Geben Sie sie erst in den Topf, wenn das Fleisch bereits etwa zur Hälfte der Schmorzeit ist.
Sind die Karotten noch zu hart, als das Fleisch schon zart ist, wurden sie zu spät hinzugefügt oder die Stücke waren zu groß.
Lassen Sie das Gulasch einfach noch etwas länger schmoren, bis die Karotten die gewünschte Bissfestigkeit haben. Wenn nötig, können Sie sie vor dem Hinzufügen auch kleiner schneiden.
Die Soße ist zu wässrig – Wie dicke ich sie an?
Wenn Ihre Soße zu wässrig ist, gibt es mehrere bewährte Methoden zum Andicken.
Am einfachsten ist es, den Deckel abzunehmen und die Soße bei leicht erhöhter Hitze unter gelegentlichem Rühren etwas einkochen zu lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht.
Alternativ können Sie eine Speisestärke-Slurry verwenden: Mischen Sie 1-2 Esslöffel Speisestärke mit der gleichen Menge kaltem Wasser, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
Rühren Sie diese Mischung langsam und kontinuierlich in die kochende Soße ein, bis sie andickt. Eine weitere Option ist die Zugabe von geriebenen Kartoffeln, die beim Kochen Stärke freisetzen und die Soße binden.
Häufige Fragen & Antworten rund um das Deftige Rindergulasch
Hier finden Sie Antworten auf weitere Fragen, die häufig im Zusammenhang mit der Zubereitung eines köstlichen Rindergulaschs aufkommen.
Kann ich den alkoholfreien Rotwein-Ersatz weglassen oder ersetzen?
Ja, Sie können den alkoholfreien Rotwein-Ersatz problemlos weglassen oder ersetzen.
Wenn Sie ihn weglassen, verwenden Sie einfach die gleiche Menge zusätzlichen Rinderfond oder Gemüsebrühe, um die Flüssigkeitsmenge zu erhalten.
Als Ersatz eignet sich neben dunklem Traubensaft auch Cranberry-Saft oder ein Schuss Balsamico-Essig, verdünnt mit etwas Brühe.
Diese Alternativen bringen ebenfalls eine angenehme Säure und Fruchtigkeit in die Soße, die dem Gulasch Tiefe verleiht.
Wie lange ist das Deftige Rindergulasch haltbar und kann ich es einfrieren?
Das deftige Rindergulasch ist im Kühlschrank in einem luftdicht verschlossenen Behälter 3-4 Tage haltbar.
Es schmeckt oft am besten, wenn es einen Tag durchgezogen ist, da sich die Aromen dann noch besser entfaltet haben.
Gulasch lässt sich hervorragend einfrieren. Füllen Sie es in gefriergeeignete Behälter oder Beutel und es hält sich bis zu 3 Monate im Gefrierschrank.
Zum Auftauen lassen Sie es am besten über Nacht im Kühlschrank und erwärmen es dann langsam im Topf oder in der Mikrowelle.
Welche Beilagen passen am besten zu diesem Gulasch?
Zu einem deftigen Rindergulasch passen klassische und herzhafte Beilagen, die die reichhaltige Soße gut aufnehmen können.
Beliebte Optionen sind Salzkartoffeln, Kartoffelpüree, Spätzle oder breite Bandnudeln.
Auch Semmelknödel oder ein Stück knuspriges Baguette eignen sich hervorragend, um die köstliche Soße aufzutunken.
Für eine frische Note können Sie einen einfachen grünen Salat mit einem leichten Vinaigrette-Dressing servieren.
Kann ich das Gulasch auch im Ofen zubereiten?
Ja, das Gulasch lässt sich hervorragend im Ofen zubereiten, was oft eine noch gleichmäßigere Hitzeverteilung und somit eine besonders zarte Konsistenz fördert.
Nachdem Sie alle Schritte bis zum Auffüllen mit Fond durchgeführt haben, decken Sie den Schmortopf fest mit einem Deckel ab.
Stellen Sie den Topf dann in den auf 160-170°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen. Die Schmorzeit beträgt in der Regel 2,5 bis 3,5 Stunden, je nachdem, wie zart das Fleisch sein soll.
Fügen Sie die Karotten wie im Rezept beschrieben nach etwa der Hälfte der Schmorzeit hinzu.
Deftiges Rindergulasch mit Karotten
Course: HauptgerichtCuisine: Deutsche KücheDifficulty: medium4
Portionen20
minutes3
hours200
MinutenDeutsche Küche
Ingredients
800 g Rindergulasch (aus der Keule oder der Schulter), in ca. 3-4 cm große Würfel geschnitten
2 große Karotten, geschält und in grobe Stücke geschnitten
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 EL Pflanzenöl (z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
1 EL Tomatenmark
500 ml Rinderfond (oder Gemüsebrühe)
150 ml alkoholfreier Rotwein-Ersatz (z.B. dunkler Traubensaft oder alkoholfreier Rotwein)
1 Lorbeerblatt
1 kleiner Zweig frischer Rosmarin
1 TL getrockneter Thymian
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Frische Petersilie, gehackt, zum Garnieren
Directions
- Vorbereitung und Anbraten – Der erste Schritt zur Zartheit: Tupfe das Rindfleisch gründlich mit Küchenpapier trocken. Das ist entscheidend, damit es beim Anbraten eine schöne Kruste bekommt und nicht nur kocht. Salze und pfeffere das Fleisch großzügig. Erhitze 1 Esslöffel Pflanzenöl in einem schweren Schmortopf oder Bräter bei hoher Hitze. Brate das Fleisch portionsweise scharf an, bis es von allen Seiten tiefbraun ist. Überlade den Topf nicht, sonst kühlt er zu stark ab und das Fleisch brät nicht richtig an. Nimm die angebratenen Fleischstücke heraus und stelle sie beiseite. Dieser Schritt baut eine enorme Geschmackstiefe auf und hilft, die Fasern zu versiegeln.
- Gib den restlichen Esslöffel Öl in den Topf und reduziere die Hitze auf mittlere Stufe. Füge die gewürfelte Zwiebel hinzu und dünste sie etwa 3-5 Minuten lang an, bis sie weich und leicht golden ist. Gib dann den gehackten Knoblauch hinzu und brate alles weitere 2-3 Minuten mit.
- Rühre das Tomatenmark ein und röste es eine Minute lang mit an, bis es seinen Duft entfaltet. Dies verstärkt den Umami-Geschmack der Soße enorm.
- Lösche das Ganze mit dem alkoholfreien Rotwein-Ersatz ab und kratze mit einem Holzlöffel alle Bratrückstände vom Topfboden. Diese “Röststoffe” sind pures Aroma. Lass die Flüssigkeit etwa 2 Minuten köcheln, bis sie leicht reduziert ist.
- Gib das angebratene Fleisch zurück in den Topf. Gieße den Rinderfond oder die Brühe hinzu, bis das Fleisch gerade so bedeckt ist. Füge das Lorbeerblatt, den Rosmarinzweig und den Thymian hinzu. Bringe die Flüssigkeit einmal kurz zum Kochen.
- Das Geheimnis der Zartheit – Langes, langsames Schmoren: Reduziere die Hitze auf die niedrigste Stufe, sodass die Flüssigkeit nur noch leicht simmert (ganz kleine Bläschen). Decke den Topf mit einem Deckel ab und lasse das Gulasch für etwa 1 Stunde und 30 Minuten schmoren. Füge dann die Karottenstücke hinzu. Lasse alles weitere 1 Stunde bis 1 Stunde 30 Minuten schmoren, oder bis das Fleisch “gabelzart” ist – es sollte ohne Widerstand zerfallen, wenn du es mit einer Gabel zerdrückst. Prüfe auch die Karotten auf die gewünschte Bissfestigkeit. Wenn das Fleisch oder die Karotten noch nicht zart genug sind, lass es weiter schmoren und prüfe alle 15-30 Minuten erneut. Dies ist der entscheidende Schritt, um Bindegewebe in Gelatine umzuwandeln und das Fleisch unglaublich zart zu machen.
- Nimm das Lorbeerblatt und den Rosmarinzweig heraus. Schmecke die Soße mit Salz und Pfeffer ab. Sollte die Soße zu dünn sein, kannst du sie offen noch etwas einkochen lassen oder mit etwas in kaltem Wasser angerührter Speisestärke andicken.
- Serviere das zarte Rindergulasch großzügig mit frischer gehackter Petersilie bestreut. Es passt hervorragend zu Kartoffeln, Nudeln oder Spätzle.
Notes
- Passt hervorragend zu Kartoffeln, Nudeln oder Spätzle.








