Low-Carb-Kohlrouladen mit Rinderhack
Diese Kohlrouladen verbinden zarten Weißkohl mit einer würzigen Füllung aus Rinderhack und einer kräftigen Soße. Das deutsche Hauptgericht kommt ohne Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Brot aus und passt damit gut in ein Low-Carb-Abendessen.
Damit die Rouladen beim Schmoren ihre Form behalten, kommt es vor allem auf biegsame Kohlblätter und eine sorgfältig gewürzte, gut gebundene Füllung an. Die Bratensoße rundet das Gericht ab, ohne den Geschmack des Kohls und des Rinderhacks zu überdecken.
Biegsame Kohlblätter lassen sich leichter rollen
Löse die großen Weißkohlblätter behutsam vom Kopf, damit sie möglichst ganz bleiben. Der feste Teil der Mittelrippe lässt sich flach schneiden. So kann das Blatt später gleichmäßiger aufliegen und sich um die Füllung legen, ohne an der dicksten Stelle aufzutragen.
Beim Blanchieren sollen die Blätter biegsam werden. Sie sollten sich rollen lassen, aber nicht so weich sein, dass sie leicht reißen. Hebe sie vorsichtig aus dem Wasser und lass sie gut abtropfen. Restliches Wasser auf den Blättern kann das Rollen erschweren und die Soße verdünnen.
Wenn ein Blatt dennoch aufspringt oder sich beim Formen löst, kannst du die Roulade mit einem Zahnstocher fixieren. Entferne ihn vor dem Servieren, damit niemand darauf beißt. Ein gleichmäßig flach geschnittener Rippenansatz hilft, die Naht enger zu schließen.
Die Hackfüllung würzig und formbar halten
Rinderhack bildet die herzhafte Grundlage. Die fein gewürfelte Zwiebel, mittelscharfer Senf, edelsüßes Paprikapulver und gehackte Petersilie geben der Füllung Würze, ohne den Kohl zu verdrängen. Salz und schwarzer Pfeffer stimmen den Geschmack ab. Das Ei bindet die vermengten Zutaten, damit die Füllung beim Garen zusammenhält.

Vermenge die Zutaten so, dass sie gleichmäßig verteilt sind, und teile die Masse anschließend in gleich große Portionen. Das erleichtert das Füllen und sorgt dafür, dass die Rouladen ähnlich kräftig ausfallen. Drücke die Füllung auf dem Kohlblatt nur so fest an, dass sie zusammenhält; zu starkes Pressen macht das Aufrollen unnötig schwierig.
Klappe die Seiten des Blatts über die Füllung und rolle es fest auf. Lege die Roulade mit der Naht nach unten in den Schmortopf. Diese Lage hilft, das Blatt geschlossen zu halten, wenn die Rouladen angebraten und später in der Soße gegart werden.
Anbraten und sanftes Schmoren für eine kräftige Soße
Erhitze das Rapsöl im breiten Schmortopf und brate die Rouladen rundherum an. Lege nicht mehr Rouladen hinein, als bequem Platz haben; bei Bedarf brätst du sie in Durchgängen. So kannst du sie leichter wenden, ohne die Kohlblätter zu beschädigen. Die Naht sollte zunächst unten liegen, damit sie sich festigt.
Rühre das Tomatenmark in die Rinderbrühe und gieße die Mischung zu den angebratenen Rouladen. Beim zugedeckten Schmoren sollen sie sanft garen, nicht kräftig kochen. Wende sie etwa zur Hälfte der Garzeit vorsichtig. Zu starkes Köcheln kann die Blätter aufbrechen und macht es schwieriger, die Rouladen unversehrt herauszunehmen.
Nimm die Rouladen aus dem Topf und rühre die Butter in die heiße Soße. Sie verleiht ihr eine rundere, geschmeidigere Konsistenz. Schmecke mit Salz und Pfeffer ab. Wirkt die Soße kräftig und umhüllt die Rouladen gut, ist sie bereit zum Servieren.
Häufige Fragen
Wie bleiben die Kohlblätter beim Rollen ganz?
Löse die Blätter vorsichtig und schneide den dicken Teil der Mittelrippe flach. Blanchiere sie, bis sie biegsam sind, und lass sie abtropfen. Werden sie zu weich oder reißt ein Blatt beim Rollen, kannst du die Roulade mit einem Zahnstocher zusammenhalten.
Warum kommt die Naht beim Anbraten nach unten?
Die Naht liegt dann direkt auf dem Topfboden und kann sich beim Anbraten festigen. Das hilft, die Roulade geschlossen zu halten, wenn du sie wendest oder später in die Brühe gibst. Bewege sie behutsam, damit das Kohlblatt nicht aufreißt.
Wie wird die Soße geschmeidig, ohne die Rouladen zu überdecken?
Die Rinderbrühe und das Tomatenmark geben der Soße eine kräftige Grundlage. Rühre die Butter erst nach dem Herausnehmen der Rouladen ein und schmecke mit Salz und Pfeffer ab. So bleibt die Soße rund und lässt den Geschmack von Kohl und Rinderhack zur Geltung kommen.
Low-Carb-Kohlrouladen mit Rinderhack
Gang: HauptgerichtKüche: DeutschSchwierigkeit: Einfach4
Portionen25
Minuten55
Minuten390
kcal1
Stunde20
MinutenZarte Weißkohlblätter umhüllen würziges Rinderhack und schmoren in einer kräftigen Bratensoße. Dazu passen zwei Rouladen pro Portion.
Zutaten
- Für die Rouladen
8 große Weißkohlblätter
500 g Rinderhackfleisch
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
1 Ei
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL Paprikapulver, edelsüß
2 EL gehackte Petersilie
Salz und schwarzer Pfeffer
1 EL Rapsöl
- Für die Soße
500 ml Rinderbrühe
1 EL Tomatenmark
20 g Butter
Zubereitung
- Die Weißkohlblätter vorsichtig vom Kohlkopf lösen, waschen und den dicken Teil der Mittelrippe flach schneiden.
- Die Blätter in einem großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser 5 Minuten blanchieren, bis sie biegsam sind. Herausheben und abtropfen lassen.
- Rinderhackfleisch, Zwiebel, Ei, Senf, Paprikapulver und Petersilie vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse in acht Portionen teilen. Je eine Portion auf ein Kohlblatt geben, die Seiten einschlagen und das Blatt fest aufrollen.
- Das Öl in einem breiten Schmortopf erhitzen. Die Rouladen mit der Naht nach unten hineinlegen und insgesamt 10 Minuten rundherum anbraten, bei Bedarf in zwei Durchgängen.
- Die Rinderbrühe mit dem Tomatenmark verrühren und zu den Rouladen gießen. Zugedeckt 40 Minuten bei kleiner Hitze sanft schmoren lassen; die Rouladen nach etwa der Hälfte der Zeit wenden.
- Die Rouladen herausnehmen und warm halten. Die Butter in die heiße Soße rühren und die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Rouladen mit der Soße servieren.
Hinweise
- Falls sich ein Kohlblatt beim Rollen löst, kannst du die Roulade mit einem Zahnstocher fixieren und ihn vor dem Servieren entfernen.








